
Unser Kaminkuchen und seine Geschichte: Melindas Kaminkuchen.
Uns erscheint die Bezeichnung “Kaminkuchen” am trefflichsten. Die Begründung hierfür liegt einerseits in der korrekten Übersetzung aus der ungarischen Sprache (“kürtő” = Kaminrohr und “kalács” = Kuchen) und andererseits aus seiner Form, die tatsächlich eine Rohrform ist, wie die eines Ofenrohres.
Die oft verwendete Bezeichnung “Baumkuchen”, die sogar in Ungarn anzutreffen ist, beruht auf einem Irrtum:
Der Baumkuchen ist ein grundsätzlich anderer Kuchen, der aus einem ganz anderem Teig und mit einer anderen Anlage hergestellt wird.
Die Geschichte des Kaminkuchens soll auf das Ende des 17. Jahrhunderts zurückgehen.
Im Siebenbürger-Szeklernland begannen die Menschen, Teigreste, die beim Brot backen übrig geblieben sind, so zu verwerten, dass sie sie in Streifenform auf ein Stück rundes Holz gewickelt haben und sie über die ohnehin vorhandene Restglut gebacken haben.
Später, als Kristallzucker zur Verfügung stand, haben sie den aufgewickelten Teig damit beschichtet und so beim Backen eine goldgelbe, knusprige Karamellschicht erhalten.
Diese Ergänzung (Zucker) markiert den eigentlichen Übergang von einer Art “Stockbrot” zum leckeren Festkuchen.
Der Kaminkuchen wurde mit der Zeit das nationale Festgebäck der Szeklern, der hauptsächlich bei besonderen Anlässen, wie Hochzeiten, Taufen, Kommunionen etc. bereitet und angeboten wurde.
Mit der Zeit wurden die Herstellungsverfahren und Rezepturen immer mehr verfeinert, so dass der Kaminkuchen seinen Siegeszug durch Europa und später durch die ganze Welt antreten konnte.
Ich freue mich schon darauf, Sie bei Ihrer nächsten Familien- oder Firmenfeier sowie auf unseren öffentlichen Terminen mit einem leckeren Kaminkuchen verwöhnen zu dürfen.
Herzliche Grüße von Ihrer
Melinda János

